Wissenswertes : Husten, Bronchitis, Asthma Bronchiale (1)

Erkrankungen der Atemwege

Husten - Bronchitis - Asthma bronchiale


"Luftverschmutzung - Ozonbelastung - Atemgifte" nur ein paar Schlagworte, wie wir sie täglich in der Zeitung lesen. Noch zur Jahrhundertwende war die Lungentuberkulose eine gefürchtete Krankheit, an der viele Menschen lange und qualvoll starben. Gezielte Vorsorgeuntersuchungen und der rasche Einsatz von Medikamenten konnte diese Krankheit wesentlich beeinflussen. Heute stehen andere Atemwegserkrankungen im Vordergrund (Chronische Bronchitis, Asthma bronchiale), die vermutlich im Zusammenhang mit der verschmutzten Luft unserer Umwelt gesehen werden müssen. Qualvoll sind die Lungen- und Bronchialerkrankungen auch heute noch, auch wenn nur wenige daran sterben müssen.

Um die Erkrankungen der Lunge und der Atemwege besser verstehen zu können, möchte ich Ihnen den Aufbau der Lunge kurz erklären.

Atmen Sie bitte einmal ein! Die normale, gesunde Einatmung erfolgt über die Nase. Dort haben wir eine stark durchblutete Schleimhaut mit vielen kleinen Härchen. Die Luft, die wir eingeatmet haben, verwirbelt in der Nase, wird durch die Schleimhäute angefeuchtet, erwärmt und gereinigt. Schmutzpartikel bleiben an den kleinen Flimmerhaaren hängen und werden beim Niesen und Naseputzen herauskatapultiert.

Der Nasen-Rachen-Raum hat die wichtige Aufgabe, den Körper vor Krankheitserregern zu schützen, die über Mund und Nase eingedrungen sind. Der lymphatische Rachenring, zu dem auch die Mandeln gehören, bildet ein wichtiges Abwehrsystem.

Wir sind umgeben von Viren, Bakterien, Pilzen und vielen anderen Krankheitserregern, die von den intakten Abwehrmechanismen des Körpers erkannt und vernichtet werden. Sind allerdings die Rachen- oder Gaumenmandeln bereits durch ständige Überbelastung geschädigt und mussten vielleicht sogar operativ entfernt werden, so ist es verständlich, dass die Krankheitserreger wesentlich leichter eindringen und die Atemwege befallen können.

Die nächste Station ist der Kehlkopf mit den Stimmbändern. Hier kreuzen sich Speiseröhre und Luftröhre. Der Kehldeckel verhindert normalerweise das Eindringen von Speisen in die Luftröhre, doch - wer kennt das nicht - der Kuchenkrümel, der in der Luftröhre gelandet ist und heftigste Hustenattacken zur Folge hat. Der Hustenreiz, der durch diesen Fremdkörper ausgelöst wird, schützt die Lunge und reinigt die Bronchien. Das Abhusten ist der wichtigste Schutzmechanismus der Lunge. Nicht nur Kuchenkrümel sondern besonders Rauch-Staub-Schmutzpartikel, die die Nasenschleimhaut nicht abfangen konnte, werden in Schleim gehüllt und mit dem ständigen Bewegungsstrom der Flimmerhärchen in Richtung Rachen transportiert.

Die Bronchien sind von der Luftröhre abzweigende Luftleitungen, die sich baumartig in jedem Lungenflügel verästeln und schliesslich zu den Lungenbläschen führen. Die Bronchien haben auch die schützende Schleimhaut mit den kleinen Flimmerhärchen, eine muskulöse Wandschicht und zu Beginn sogar Knorpelspangen, die für einen besseren Halt sorgen. Erst ganz am Ende der vielfältigen Verästelungen der Bronchien sind die feinen Lungenbläschen, die die wichtigste Aufgabe der Lunge haben. Hier kann der Gasaustausch stattfinden. Das venöse Blut aus dem Körperkreislauf bringt Kohlendioxyd an die Lungenbläschen und es kann ausgeatmet werden, gleichzeitig wird hier der Sauerstoff, den wir eingeatmet haben, an das Blut abgegeben.

Die Lunge ist ein lebenswichtiges Organ und liegt gut geschützt im Brustkorb, umgeben vom Lungenfell, Brustfell und den Rippen und nach unten durch das Zwerchfell abgegrenzt.

Nun atmen Sie bitte noch einmal bewusst ein und aus. Beim Einatmen heben sich die Rippen, das Zwerchfell zieht nach unten und die Luft kann einströmen. Atmen wir aus, so senken sich die Rippen und das Zwerchfell entspannt sich und drückt nach oben. Jeder Atemzug kann aktiv durch die Bauchmuskulatur und die Muskeln des Schultergürtels unterstützt werden.

Akute Bronchitis

Jeder von uns hat im Zuge einer Erkältungskrankheit die akute Bronchitis kennengelernt. Krankheitserreger im Nasen-Rachen-Raum können von den Mandeln nicht mehr abgefangen und vernichtet werden. Sie gelangen über die Luftröhre in die Stammbronchien. Genau diesen Weg der Erkrankung können wir nachvollziehen. Zuerst die Schluckbeschwerden, dann Kratzen im Hals, Heiserkeit, Schmerzen hinter dem Brustbein beim Atmen und zum Schluss der Husten mit Auswurf. Der gesamte Atemtrakt ist in Aktion, um die Krankheitserreger zu vernichten und mit dem Abhusten aus dem Körper zu entfernen. Auch wenn der ständige Husten ausgesprochen lästig ist, so sollte man den Hustenreiz nicht medikamentös unterbinden. Der Husten, meist mit dickem schleimigem Auswurf, ist die beste und natürlichste Selbsthilfe des Körpers, die mit den guten, alten Hausmitteln z. B. Bettruhe, Hustentee und warmem Fussbad unterstützt werden kann.

Die akute Bronchitis klingt normalerweise nach ca. einer Woche ab. Eine länger bestehende Bronchitis mit hohem Fieber muss von Ihrem Hausarzt behandelt werden.

Natürlich bietet Ihre Apotheke viele rezeptfreie Medikamente bei Erkältungskrankheiten an. Doch bitte bedenken Sie: Nasensprays lassen zwar die Nasenschleimhaut abschwellen, aber die Schleimhäute trocknen aus und die Atemluft kann weder angefeuchtet noch erwärmt werden. Hustensäfte, Tropfen und Lutschbonbons schmecken vielleicht gut, aber ein Glas Tee mit Honig bewirkt meistens auch die versprochene hustenlindernde Wirkung. Nicht umsonst sagt der Volksmund: "Die Erkältung dauert eine Woche, mit Medikamenten 7 Tage!"

Chronische Bronchitis

Von chronischer Bronchitis spricht man, wenn der Husten zum ständigen Begleiter wird (Reizhusten, allergischer Husten, Raucherhusten) mit Atemnot, Schmerzen bei der Atmung und gelblich-schleimigem Auswurf. Der ständige Hustenreiz mit Auswurf schädigt und zerstört auf Dauer die zarten Flimmerhärchen der Bronchialschleimhaut. Die chronische Bronchitis muss unbedingt behandelt werden, um schwerwiegende Schädigungen der Lunge zu vermeiden.

Üblicherweise werden entzündungshemmende und schleimlösende Präparate verordnet, die allerdings häufig Codein und/oder Cortison beinhalten. Bitte sprechen Sie mit dem verordnenden Arzt über eventuell auftretende Nebenwirkungen. (Codein ist morphiumähnlich und kann zur Abhängigkeit führen!) Die sinnvollste Therapie der chronischen Bronchitis ist, falls möglich, das Ausschalten der Krankheitsursachen (Rauchen!). Durch einen Klimawechsel (Nordsee oder Hochgebirge) kann die Regeneration der Schleimhäute gefördert und die körpereigene Abwehr aktiviert werden.

Lungenemphysem

Die chronische Bronchitis kann bei einer schweren Verlaufsform auch zum Lungenemphysem führen. Die, durch die Bronchitis ständig gereizte und geschwollene Schleimhaut, bewirkt auf Dauer eine Druckveränderung in der Lunge. Die zarten Lungenbläschen platzen durch diese erhöhte Belastung und es entsteht die Blählunge. Durch die dadurch verminderte innere Oberfläche der Lunge kann der Gasaustausch nicht mehr in der gewohnten Weise aufrecht erhalten werden. Der permanente Sauerstoffmangel wirkt sich negativ auf die körperliche Belastbarkeit, auf Niere, Herz und Kreislauf aus.

Zerstörtes Gewebe kann leider nicht mehr erneuert werden. Somit liegt der Behandlungsschwerpunkt auf der Regeneration der nur zum Teil geschädigten Schleimhaut und dem Erhalt der restlichen gesunden Lunge. Leichte Bewegungsübungen in frischer Luft, gezielte Atemgymnastik, vernünftige Lebensweise und das Aktivieren der körpereigenen Abwehr gegen Infekte führt in den meisten Fällen zur Linderung der Beschwerden.

Lungenentzündung

Die gleichen Krankheitserreger, die eine akute Bronchitis auslösen, können vorallem bei geschwächten Menschen und bei Kleinkindern eine Lungenentzündung verursachen. Hohes Fieber, Schüttelfrost bzw. Fieberkrämpfe, heftiger Husten mit manchmal blutigem Auswurf und Atemschmerzen sind höchste Alarmzeichen. Hier ist der Einsatz von Antibiotika unbedingt notwendig. Normalerweise heilt die Lungenentzündung innerhalb von zwei bis drei Wochen ohne Komplikationen aus.

Die klassische Lungenentzündung ist durch den frühzeitigen Einsatz von Antibiotika relativ selten geworden. Allerdings entstehen immer mehr atypische Entzündungen der Lunge, meist durch Pilze und Viren ausgelöst, mit zunächst geringem Fieber und quälendem Hustenreiz ohne Auswurf.

Jeder Husten, der über 4 Wochen besteht, sollte unbedingt vom Facharzt abgeklärt werden!

Asthma bronchiale

Unter Asthma bronchiale versteht man den anfallsweise auftretenden heftigen Husten mit Atemnot. Man kennt inzwischen sehr viele auslösende Faktoren, die die angeborene Bereitschaft der überempfindlichen Bronchialschleimhaut in ihrer Krampfneigung unterstützen z. B. Reizgifte, Staub, Blütenpollen, Gräser, Hundehaare etc., aber auch Temperaturschwankungen und Stress. Wie unterschiedlich auch die auslösenden Faktoren sind, meistens reagiert die Innenschicht der Bronchien mit vermehrter Schleimproduktion und Aufquellungen, wodurch die Atmung erschwert wird. Die Lunge erscheint gebläht. Es entsteht ein Missverhältnis zwischen dem Kohlendioxyd, das ausgeatmet werden muss und dem notwendigen Sauerstoff der Einatemluft. Die gleichzeitig auftretende Lebensangst unterstützt die Krampfneigung der Muskelschicht in den Brochen. Es entsteht der typische Asthmaanfall mit erschwerter Ausatmung, Atemnot und heftigen Hustenanfällen.

Die Behandlung des Asthmakranken richtet sich primär gegen den Anfall und seine Beschwerden. Somit stehen bronchienerweiternde Medikamente, meist als Aerosole, die auch sekretlösend und krampfmindernd wirken, im Vordergrund. Häufig werden auch hier cortisonhaltige Medikamente verschrieben. Mit dem Cortison glaubte man ein "Wundermittel" gefunden zu haben, um entzündliche und allergische Erkrankungen zu behandeln. Inzwischen sind so viele Nebenwirkungen bekannt, z.B. Bluthochdruck, Stammfettsucht mit "Vollmondgesicht", Ödeme, Magenblutungen, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, verschlechterte Wundheilung, Knochenentkalkung (Osteoporose), sodass nur noch in Ausnahmesituationen Cortisone verordnet werden. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt über zu erwartende Wirkungen und Nebenwirkungen und fragen Sie auch nach alternativen Heilmethoden (Autogenes Training, Atemund Entspannungsübungen, Akupunktur etc.).

AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel bei der Therapie der Atemwegserkrankungen

Bei der AKUPUNK-MASSAGE nach Penzel wird der Körper in seiner Gesamtheit therapiert. Über den Energiekreislauf werden alle Körpersysteme und Organe angesprochen.

Bei allen Erkrankungen der Atemwege steht das geschwächte Abwehrsystem, das Lymphsytem, im Vordergrund. Die Erkrankung breitet sich über den Atemtrakt zur Lunge hin aus. Lungenprobleme führen zu Herz-Kreislaufbelastungen und Nierenschädigungen. Alleine diese kurze Auflistung zeigt Ihnen, wieviele Körpersysteme unmittelbar betroffen sein können, wenn Sie unter Atemproblemen zu leiden haben.

Alle Organe und Körpersystem stehen über die Blutbahnen, die Nervenfasern und über das Meridiansystem untereinander in Verbindung. Die Meridiane sind die Leitbahnen der körpereigenen Energie. Der Energiekreislauf wirkt regulierend und kontrollierend auf alle Körperfunktionen. Er ist gewissermassen der "Chef" im Organismus. Ihm unterstehen die "Abteilungsleiter", die Organsysteme, die ihrerseits alle Abläufe im Körper mitbestimmen und von den "Arbeitern", den Zellen, ausführen lassen.

Mit der AKUPUNKT-MASSAGE nach Penzel wird der "Chef" angesprochen. Über den Energiekreislauf mit seinen 12 Meridianen auf jeder Körperseite, wird jede noch so kleine Arbeitseinheit erreicht.

Die 12 Meridiane bilden einen in sich geschlossenen Kreislauf. Wir unterscheiden auf jeder Körperseite sechs YIN-Meridiane, wobei drei vom Fuss zur Brust ziehen und drei von der Brust zu den Fingerspitzen. Die Körpermitte wird von einem übergeordneten YIN-Gefäss versorgt. Die Chinesen sprechen auch von der "Mutter des YIN". Dem entsprechend gibt es auch einen "Vater des YANG", der über den Kopf und die Wirbelsäule zieht und 6 YANG-Meridiane auf jeder Körperseite. Sie beginnen an den Fingerspitzen ziehen zum Kopf und im weiteren Verlauf über den Rücken, die Beine von hinten zu den Zehen. Damit ein in sich geschlossener Kreislauf entstehen kann, sind an den Händen und Füssen besondere Schaltpunkte und Übergänge zwischen YIN und YANG.

Diese Kurzbeschreibung der Meridianverläufe - alle YIN-Meridiane ziehen über die Brust und versorgen die Lunge und die Atemwege mit Energie, fast alle YANG-Meridiane stehen indirekt mit der Lunge in Verbindung, indem sie die Wirbelsäule, die Rückenmuskulatur und die Atemhilfsmuskeln energetisch versorgen - erklärt den energetischen Zusammenhang und die Wichtigkeit der Meridiane.

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