Wissenswertes : Kopfschmerz & Migräne (1)

Kopfschmerz und Migräne

Die Schmerzexplosion im Gehirn.

"Ruhe - sprich mich bloss nicht an - mir platzt der Schädel..." Wer kennt das nicht?! Nach einer lauten, feucht-fröhlichen Party wacht man am nächsten Tag mit schwerem Kopf, Übelkeit und Erbrechen auf. Diese Kopfschmerzen sind nach einem Tag vergessen.

Wieviele Menschen allerdings ständig an Kopfschmerzen und Migräneanfällen leiden, ist kaum vorstellbar, denn wer geht schon wegen Kopfschmerzen zum Arzt? Schliesslich gibt es überall Apotheken, die gute Schmerztabletten verkaufen!

Kopfschmerzen, die über längere Zeit bestehen, sind als wichtiges Alarmzeichen des Körpers zu sehen und müssen mit allen Mitteln der Schulmedizin abgeklärt werden! Bitte greifen Sie nicht gedankenlos zur Schmerztablette, wenn Sie ständig unter Kopfdruck, Kopfschmerzen oder Migräne leiden, sondern bitten Sie Ihren Arzt um eine gründliche Untersuchung.

Die Diagnosemöglichkeiten bei Kopfschmerz und Migräne sind sehr vielseitig. Blut- und Harnuntersuchungen geben Auskunft über Entzündliche Prozesse im Organismus, Störungen im Magen-Darm-Trakt, Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Veränderungen. Mit Ultraschall, Röntgenaufnahmen und einer Angiographie kann man das Gefässsystem darstellen, sowie feinste Strukturen und krankhafte Veränderungen im Knorpel-Knochenbereich feststellen. Mit Hilfe eines Computer-Tomogrammes lassen sich z.B. Geschwulste, Tumore und andere raumfordernde Prozesse darstellen. Das EEG wird eingesetzt, um die Gehirnströme zu messen, um auf diese Weise neurologische Störungen zu erkennen.

Kopfschmerzen, auch als Kephalgie bezeichnet, sind Leit- oder Begleitsymptome zahlreicher allgemeiner oder organgebundener Krankheiten (z.B. akute Infektionskrankheiten, Bluthochdruck, Hirnhautentzündung, Tumore und raumfordernde Prozesse, Nasen und Nasennebenhöhlenerkrankungen, Fehlsichtigkeit, vegetative, hormonelle und psychogene Fehlsteuerungen).

Migräne nennt man den anfallsartigen, meist einseitigen Kopfschmerz, häufig mit Gesichtsfeldeinschränkung, Erbrechen und Übelkeit. Der Migräneanfall wird wahrscheinlich durch Gefässkrämpfe, oder extreme Gefässerweiterungen der Kopfarterien ausgelöst. Man vermutet auch erbbedingte, allergische, hormonelle und sekretorische Faktoren, die den Anfall verursachen. Beinlängendifferenzen, statische Fehlbelastungen der Wirbelsäule, Gefässveränderungen und Augenleiden können zusätzlich Migräne auslösen.

Aus schulmedizinischer Sicht ist Migräne immer die Antwort des Körpers auf eine Erkrankung im System.

Migräne aus der Sicht des Augenarztes

Wer nach langem Lesen, Computerarbeit unter Neonlicht, oder auf andere Weise seine Augen überanstrengt und über Kopfschmerzen klagt, geht wie von selbst zu seinem Augenarzt. Viele Patienten bemerken gar nicht, dass ihre beiden Augen nicht mit der gleichen Stärke sehen. Es kommt zu einer einseitigen Überlastung der Sehnerven. Eine individuell angepasste Brille, die auch ungünstige Lichtverhältnisse ausgleicht, kann Kopfschmerz und Migräne spontan beseitigen.

Auch kleine Kinder und Jugendliche können schon unter Migräne leiden. Der Gang zum Kinderarzt und zum Augenarzt sollte unbedingt stattfinden. Kleine Störungen, oft wachstumsbedingt, können leicht korrigiert werden. Auch wenn Ihr Kind schon jetzt eine Brille verordnet bekommt, so muss das noch lange nicht bedeuten, dass es bis an sein Lebensende Brillenträger bleibt. Augenmuskeln lassen sich auch spielerisch trainieren! Die verbesserte Durchblutung kann sowohl die Sehschärfe positiv beeinflussen, als auch die Kopfschmerzen.

Migräne aus der Sicht des Frauenarztes

Sprechen Sie, als Frau, Ihren Gynäkologen an, so wird er bestimmt die Krankheitsursache auf hormoneller Ebene suchen. Sehr viele, auch sehr junge Frauen, leiden an Migräne, die vor allem kurz vor, oder kurz nach der Regelblutung auftritt. Während Schwangerschaften verschwinden diese Anfälle oft und mit Beginn des Klimakteriums hören diese Schmerzattacken eventuell sogar ganz auf. Für eine junge Frau stellt dies nur einen schwachen Trost dar! Ihr Gynäkologe wird Ihnen vermutlich ein Hormonpräparat, bei jungen Frauen meistens die "Pille", verschreiben. Dieser Eingriff in Ihren Hormonhaushalt bewirkt eine Abschwächung der "Monatsmigräne", kann aber gleichzeitig, durch die vielen Nebenwirkungen, eine Gefahr für Ihre Gesundheit darstellen. Bekannte Nebenwirkungen sind z.B.Gewichtszunahme, Thrombosegefahr, Blutdruckveränderungen, Leber- und Nierenbelastung.

Migräne aus der Sicht des Internisten

Stoffwechselschädigungen und Lebensmittelallergien können auch zu Gefässveränderungen und somit zur Migräne führen. Die Nahrung, die wir täglich zu uns nehmen, wird zerkleinert, chemisch aufgeschlossen und im Dünndarm aufgenommen. Über das Blutkreislaufsystem gelangen die gelösten Nährstoffe zur Leber, werden dort entgiftet und aufgearbeitet. So einfach das auch klingt, der Ablauf im Organismus ist fein und genau aufeinander abgestimmt. Das Zusammenspiel aller Drüsen ist lebenswichtig. Wenn nur ein Enzym zu gering vorhanden ist, reagiert der Körper mit Schmerz, Unwohlsein und Erbrechen. Über das Blutkreislaufsystem hängt alles im Körper untereinander zusammen. Somit steht der Kopf auch in Verbindung mit Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber.

Manche Patienten klagen unmittelbar nach dem Genuss von Schokolade über Migräne andere können mit Zucker den Anfall abschwächen. Schokoladen und Süssigkeiten zählen zu den Kohlehydraten. Ihre Verdauung beginnt bereits im Mund. Sekrete der Bauchspeicheldrüse ermöglichen, dass Kohlehydrate in Form von einfachen Zuckern aufgenommen werden können. Damit der Zucker aber auch in jeder noch so kleinen Zelle eingelagert werden kann, brauchen wir Insulin. Ohne Insulin hätten wir keine Kraftreserve für den Energiebedarf des Körpers. Um im richtigen Augenblick die Energie auch in Muskelkraft oder Wärme umsetzen zu können, gibt es einen "Gegenspieler" des Insulins, das Glucagon. Ist dieses Gleichgewicht gestört, so kann der Körper seine normalen Aufgaben nicht erfüllen. Er reagiert mit enggestellten Gefässen im Kopfbereich (Migräneanfällen) und Verkrampfungen im Magen-Darm-Trakt (Übelkeit und Erbrechen).

Migräne kann genauso auch durch Milchprodukte, Fleisch und Wurst, Obst und Gemüse, durch Konservierungs- und Farbstoffe ausgelöst werden.

Was macht Ihr Internist? Man wird versuchen, die Substanzen zu finden, die die Migräne auslösen. Wie lange und aufwendig diese Tests sein können, kann Ihnen jeder Allergiker sagen. Natürlich wird man Ihnen raten, sich gesund zu ernähren und besonders die Nahrungsmittel zu meiden, von denen Sie wissen, dass sie Migräne auslösen. Um die Schmerzanfälle zu verringern wird Ihr Arzt Ihnen Migränemedikamente verschreiben. Diese Präparate enthalten sowohl schmerzlindernde als auch krampflösende Substanzen. Die unterschiedlichste Wirkstoffkombinationen können leider auch sehr viele Nebenreaktionen auslösen: Nierenbelastungen, Leberfunktionsstörungen, Dämpfung des Atemzentrums. Bei längerem Gebrauch können sie zur Abhängigkeit führen und Entzugserscheinungen hervorrufen.

Bitte lesen Sie selbst den Beipackzettel Ihres Schmerz- und Migränemittels
aufmerksam durch und sprechen Sie ausführlich mit Ihrem Arzt über eventuelle Nebenwirkungen.


Bitte zeigen Sie ihm alle(!) Medikamente, die Sie zur Zeit nehmen!
Manche Wirkstoffe in verschiedenen Präparaten vertragen sich nicht. Es kann zu chemischen Reaktionen kommen, die die Medikamente total verändern.

 

Migräne aus der Sicht des Orthopäden

Im Zuge unserer menschlichen Entwicklung haben wir uns vom Vierfüssler in einen Zweifüssler verändert. Unser Gehirn wurde vielfältiger, wir lernten zu denken, zu kombinieren und wurden geistig reger. Die aufrechte Haltung hat sich positiv auf den Intellekt ausgewirkt, doch leider negativ auf unsere Wirbelsäule. Die Wirbelsäule muss Schwerstarbeit leisten, um alleine die aufrechte Haltung zu ermöglichen. Bei jeder noch so kleinen Bewegung wird die Wirbelsäule gezwungen, eine neue Position einzunehmen. (Beobachten Sie einmal Ihren Körper, wie er sich darstellt, wenn Sie barfuss vor dem Spiegel stehen, wenn Sie ganz normale Strassenschuhe tragen und wenn Sie hochhackige Pumps anziehen!) Das ewige Wechselspiel von Anspannung und Entspannung der Muskulatur gehört zu jedem Bewegungsablauf, egal ob Mensch oder Tier.

Der alltägliche Tagesablauf, der uns alle einseitig fordert, hat mit diesem natürlichen Muskelspiel nur noch wenig gemeinsam.

Muskelverspannungen und Gelenksblockaden sind die Folge. Auch ungleich lange Beine stellen ein grosses Problem für die Statik der Wirbelsäule dar. Doch nicht alle Beinlängendifferenzen beruhen auf tatsächlichen, anatomisch verschieden langen Beinen. Häufig ist die Ursache eine Blockade im Kreuz-Darmbein-Gelenk.

Die Beine erscheinen verschieden lang, das Becken steht schief und die Wirbelsäule muss sich unphysiologisch verbiegen, um den Kopf in aufrechter Haltung tragen zu können. Dazu müssen Muskeln unter ständiger Spannung gehalten werden. Gefässe werden beengt, das Blut kann nicht mehr gleichmässig zirkulieren und der Grundstein zu der Migräne, die statisch muskulär bedingt ist, kann gesetzt sein. Wird über längere Zeit Gewebe schlecht versorgt, so beginnt die chronische Veränderung, die über Gefässverkalkung zum Schlaganfall führen kann.

Der Orthopäde wird bestimmt versuchen, mit Packungen, Massagen, Elektrotherapie und Bewegungsübungen Ihnen Erleichterung zu verschaffen. Häufig werden die Massnahmen der physikalischen Therapie noch mit durchblutungsfördernden, schmerzlindernden und krampflösenden Medikamenten unterstützt. Viele Orthopäden haben die Zusatzausbildung in Chiropraktik. Nachdem Ihnen ein durchblutungsförderndes Mittel gespritzt wurde, wird man versuchen, die Wirbelsäule "einzurenken". Häufig wurde beobachtet, dass danach der Schmerz wie weggeblasen war. Die Fehlhaltung der Wirbelsäule hatte in diesem Falle die Migräne verursacht. Sobald die Wirbel wieder die richtige Position zueinander eingenommen haben, kann genug Blut durch die Kopfarterien fliessen und der Migräneanfall ist verschwunden. Leider ist inzwischen bekannt, dass man eine Wirbelsäule nicht beliebig oft "einrenken" lassen kann. Jede Manipulation an Gelenken, Bändern und Sehnen bewirkt einerseits eine Überdehnung und führt andererseits zur vermehrten Abnutzung. Ähnlich wie ein Hosengummi ausleiert, das ständig überdehnt wird und sich wieder zusammenziehen muss, werden auch die Bänder und Sehnen der Wirbelsäule solange strapaziert, bis sie porös geworden sind und die Fähigkeit sich zusammenzuziehen verloren haben.

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